Idana erhält 55.000 € Funding aus EU-Mitteln im Rahmen des PERMIDES-Clusters

Als eHealth-StartUp bewegen wir uns in einem Bereich, in dem sowohl Forschung und Entwicklung als auch die medizinische Praxis eine Rolle spielen. Angesichts der Geschwindigkeit, mit der sich Medizin und Technologie weiterentwickeln, bleibt der medizinische Alltag jedoch häufig hinter dem, was theoretisch schon möglich ist, zurück. Unserem Ziel sind wir diese Woche wieder ein bisschen nähergekommen: die Neugestaltung eines Routineprozesses mit Hilfe moderner digitaler Technologien. Denn diese Woche ist ChemoCare gestartet, ein Kooperationsprojekt mit der MPS GmbH, das der EU-Innovationscluster PERMIDES letztes Jahr bewilligt hat und ab sofort nun mit Fördermitteln in Höhe von 55.000 € unterstützt.

Das EU-Projekt PERMIDES: eine Chance für eine personalisierte, digital unterstützte Medizin

Dass sich in der Medizin etwas tun muss, um den Herausforderungen von demographischem Wandel, Ressourcenknappheit und der steigenden Zahl von chronischen und Zivilisationskrankheiten zu begegnen, hat inzwischen auch die Politik erkannt. PERMIDES (kurz für: Personalized Medicine Innovation through Digital Enterprise Solutions) ist Teil des EU-Programms Horizon 2020 und wird mit insgesamt 4,8 Millionen Euro gefördert. 75% dieser Fördermittel werden in Form von Innovationsgutscheinen in Kooperationsprojekte von Biopharma- und IT-Unternehmen investiert. Zugrunde liegt die Einsicht, dass technologiebasierte, digitale Lösungen wie Datenverarbeitung oder Machine Learning einen echten Mehrwert in der medizinischen Versorgung darstellen und Europa auch in ökonomischer Hinsicht wettbewerbsfähig machen.

ChemoCare: Idana-Technologie und onkologisches Know-How im Dienste einer personalisierten Medizin

Einen Innovationsgutschein in Höhe von 55.000 € konnten wir in der Förderrunde 2017 für ChemoCare einwerben, einem an Idana angelehnten Add-On für die Planungssoftware ChemoCompile, die Onkologen und Hämatologen bei der Planung, Durchführung und Dokumentation von Chemotherapien unterstützt und die – wie Idana – ursprünglich an der Uniklinik Freiburg entwickelt wurde.

Chemotherapien stellen einen großen Eingriff in das Leben des Patienten dar: Sie sind verbunden mit verschiedenen Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen, die dem Patienten eine hohe physische und mentale Ausdauer abverlangen und außerdem bei jedem Patienten ganz anders ausfallen können. Damit eine Chemotherapie möglichst erfolgreich ist, muss sie möglichst genau an den einzelnen Patienten, seine Krankheitsgeschichte, aber auch seine Lebensumstände und Bedürfnisse angepasst werden.

Und hier kommt Idana ins Spiel: Denn unsere Anamnese-Technologie verschafft dem Arzt nicht nur eine solide Informationsbasis, auf deren Grundlage die Entscheidung für die vielversprechendste Therapie getroffen wird. Sie erlaubt es außerdem, den Therapieprozess zu überwachen und frühzeitig einzugreifen, wenn unvorhergesehene Nebenwirkungen eintreten oder der Therapieerfolg gefährdet ist. Die Kombination von Idana mit dem onkologischen Planungstool ist eine logische Weiterentwicklung der Basisfunktionen und gibt uns die Möglichkeit, weitere innovative Einsatzmöglichkeiten für unsere Anamnese-Technologie zu testen. Für die Entwicklung entsprechender Inhalte und Funktionen erhält Idana nun 55.000 €.

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