Idana im Praxiseinsatz – was sagen Patienten zur digitalen Anamnese?

In jedem Bereich gibt es Pioniere, die nach neuen Wegen suchen. William Osler war ein solcher Pionier. Im 19. Jahrhundert revolutionierte der Mediziner die Ausbildung angehender Ärzte und plädierte dafür, den Patienten bei der Suche nach der korrekten Diagnose einzubeziehen und die Anamnese im Behandlungsprozess stärker zu machen: “Listen to your patient, he might be telling you the diagnosis!”

Oslers Leitspruch hat sich auch das Idana-Team zur Maxime gemacht. Deshalb haben wir Patienten vor laufender Kamera Idana vorgestellt und sie nach ihren Eindrücken, Sorgen und Hoffnungen gefragt. Den Clip, der daraus entsteht, werden wir Ihnen Ende März zur Verfügung stellen können,

“Listen to your users, they might tell you what they need”

Jeder Mensch ist anders und das gilt ganz besonders für Patienten. Bevor wir unseren Testpatienten Idana zum ersten Mal auf dem Tablet servierten, haben wir deshalb danach gefragt, was sie jeweils von einem guten Arzt erwarten. Je nach Alter, Lebensstil und bisherigen Erlebnissen mit Ärzten haben sich dabei unterschiedliche Schwerpunkte herauskristallisiert: Während für den berufstätigen jungen Mann eine gut organisierte Praxis mit kurzen Wartezeiten an erster Stelle steht, ist für die ältere Dame die fachliche und soziale Kompetenz des Arztes das A und O: Wenn sich der Arzt die Zeit nimmt, auf Fragen einzugehen und therapeutische Maßnahmen zu erklären, nimmt sie es in Kauf, wenn es im Wartezimmer auch mal länger dauert – was für den einen Patienten absolutes No-Go ist, liegt für den anderen noch im Bereich des Akzeptablen.

Als wir unseren Testern von einer Software erzählen, die alle relevanten Informationen schon im Vorfeld per Tablet oder Smartphone abfragt und dem Arzt noch vor dem Konsultationsgespräch übermittelt, sind die Reaktionen gemischt. Standardisierte Anamnese-Fragebögen haben unsere Testpatienten alle schon einmal ausgefüllt. Bedenken, ob das Ausfüllen am Tablet gelingt, äußert nicht nur die ältere Dame, sondern auch unser dritter Idana-Tester, ein Angehöriger der Generation 50+. Dass die Idana-Fragebögen krankheitsspezifisch eingesetzt werden können und nicht nur Stammdaten abfragen, macht dann allerdings doch neugierig.

Digitale Anamnese: Großes Potential, vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Entgegen aller Befürchtungen funktioniert die Anamnese auf dem Tablet bei all unseren Test-Patienten ohne Probleme. Und die Benutzererfahrung? “Eine super Sache”, meint unser technikaffiner Tester. Der Verzicht auf Freitexteingaben erweist sich als die richtige Entscheidung: Die vorstrukturierten Antworten erleichtern nicht nur unseren älteren Patienten die Eingabe, sondern gibt Hilfestellung dabei, wichtige Fragen präzise zu beantworten.

Die Usability ist die eine Sache, der Mehrwert die andere. Wir ermutigen unsere Test-Patienten dazu, auch Bedenken zu äußern und Fragen zu stellen. Mehrmals an diesem Tag müssen wir erklären, wie wir die sensiblen Patientendaten mit Hilfe von Ende-zu-Ende-Verschlüsselung vor unbefugtem Zugriff schützen. Auch wird die Befürchtung geäußert, dass der Arzt die gewonnene Zeit nicht in ein intensiveres Gespräch reinvestiert, sondern mit Idana mehr Patienten durchschleusen würde – Bedenken, die sich aus schlechten Erfahrungen speisen und zuweilen ihre Berechtigung haben. Bei unseren Test-Patienten überwiegt jedoch die Hoffnung: die Hoffnung darauf, dass Idana die Kommunikation mit dem Arzt verbessert, neue Kommunikationswege eröffnet und den Arztbesuch bequemer macht.

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